Interessante Tagung des LV Sachsen-Anhalt für Züchter und Zuchtwarte im November 2017

-         Lebhafte Diskussionen an der Basis des Deutschen Teckelklubs –

Die Delegiertenversammlung des Landesverbandes Sachsen-Anhalt am 19.11.2017 begann mit einem Vortrag für Züchter, Zuchtwarte und Mitglieder, die sich für die Teckelzucht und folglich auch für die aktuell gültigen Zuchtbestimmungen des DTK interessierten. Anlass waren die Beschlüsse der DTK-Delegierten im Frühjahr 2017.

Der Einladung des Landesvorstandes zum für Gäste offenen Tagungsteil am Vormittag folgten 47 Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt sowie den benachbarten Landesverbänden Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Thüringen.

Die Präsentation mit zahlreichen Bildern und Grafiken hatte der Landesvorsitzende Kurt Töttler konzipiert.

Er erläuterte im Wechsel mit Waldfried Sutter, Gruppenzuchtwart und Obmann für die Gebrauchsarbeit im Landesverband, anschaulich den neuen Standard 148 der FCI für die Teckelzucht sowie die Zuchtbestimmungen des DTK und weitere Kernfragen.

Thematische Schwerpunkte:

-         Standard 148: besondere Schwerpunkte für den Züchter, Abweichungen

-         Zuchtvoraussetzungen und Zeitvorgaben für die Zucht gemäß DTK-Satzungen

-         Sondergenehmigungen

-         Hundehaltungsverordnung

-         Hinweise zur Hündin und zur Welpenaufzucht

-         Aufgaben des Zuchtwarts – als Berater sowie bei der Wurfabnahme

-         Zuchtbeobachtungen – verdeutlicht an Bildern

-         Zahn- und Rutenstatus

-         Vererbungslehre in grafischen Darstellungen

-         Populationsgenetik – erläutert an zentralen Fachbegriffen und Zahlen

-         Erlaubte Farben und Fehlfarben – mit Bildern verdeutlicht

-         Erbliche Krankheiten

-         Kennzeichen gefährdeter Hunderassen: Kriterien für diese Gefährdung

-         Stand der Teckelzucht in Sachsen-Anhalt mit Hinweisen auf aktuelle Probleme

Die Anwesenden reagierten mit Applaus auf den informativen Vortrag, der zu                                            Nachfragen und Diskussionen einzelner Schwerpunkte anregte.

Schwerpunkte der Diskussion waren:

-         Begrenzung der Zahl der Deckakte für Rüden?

-         Hohe – zu bürokratische(?) - Hürden für den Einsatz von Deckrüden, die im Ausland stehen.

-         Anerkennung der Zuchtbestimmungen der FCI-Vereine in den WUT-Ländern durch den DTK?

-         Erfassung der Teckel, die positiv auf das Merl-Gen getestet sind – ohne von getigerten Eltern                    abzustammen. Zuchtversuche dazu?

-         Genauere und systematischere Erfassung der Ergebnisse von Testverfahren durch das                             Zuchtbuchamt

-         Maßnahmen gegen die Gefährdung der Rassen Kaninchenteckel Kurzhaar und Langhaar durch                            eine zu geringe Zuchtbasis – Einkreuzungen zur Erweiterung des Genpools?                                            

-         Entwicklung eines neuen Test- und Prüfungverfahrens für das WESEN anstelle der BHP1

-         Gesundheitszertifikat als Zuchtvoraussetzung?

Deutlich wurden in der Diskussion die unterschiedlichen Interessen verschiedener Züchter – je nachdem, ob sie Teckel für den Jagdgebrauch züchten oder für Liebhaber schöner Hunde mit dem Vorrang der Form  und dem Ziel, Erfolge auf Ausstellungen anzustreben.